Digitale Fassadengestaltung am Projekt kleiner Ritter

Was steckt hinter digitaler Fassadengestaltung mit Sto?

Architekten wie Bernhard Franken, der Geschichte weiterschreibt.

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Kleine Rittergasse: Wie Fassadengestaltung unter Denkmalschutz gelingt

  • Fassaden-Story #4: Neubau unter Denkmalschutz – Herausforderung für Fassadenplaner

    Die ursprüngliche Fassade des
    Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus in der Kleinen Rittergasse konnte nicht erhalten werden.

    Wie viele andere Gebäude in Frankfurt am Main stand auch das Fachwerkhaus in der Kleinen Rittergasse unter Denkmalschutz. Allerdings war es 2015 so stark vom Hausschwamm befallen, dass es sich nicht erhalten ließ.

    „Es gibt für den Stadtteil Alt-Sachsenhausen mit seinem mittelalterlichen Straßenbild eine Erhaltungssatzung, die sich auf den Gebietscharakter bezieht“, sagt Bernhard Franken, der geschäftsführende Gesellschafter der Franken/Architekten GmbH. „Deshalb haben wir die Idee entwickelt, das historische Fachwerk der ursprünglichen Fassade mit einer Art Nachbild wieder auferstehen zu lassen.“

  • Das Spiel mit Licht, Schatten und Vergangenheit

    Fassadengestaltung unter Denkmalschutz - eine planerische Herausforderung
    Je nach Standort und Lichteinfall verändert sich die Fassade in der Kleinen Rittergasse.

    Von weitem sieht der Betrachter an der Fassade ein Nachbild des früheren Fachwerks. Tritt er näher heran, erkennt er geschwungene Linien, die in die Oberfläche gefräst wurden. Wo früher die Balken des Fachwerks lagen, schwingen die Linien stärker als dort, wo sich die verputzten Flächen befanden. Die Fassade erzählt also die Geschichte des Hauses durch den Einfall von Licht und Schatten.

    "Das Schöne an dieser Fassade: Sie wirkt immer anders, je nachdem, wo man steht", sagt Holger Michel, der Projektmanager bei Sto ist und beim Projekt Kleine Rittergasse der Ansprechparter für die Franken/Architekten GmbH war.

Neubau in der Kleinen Rittergasse

Architekt: Franken\Architekten, Frankfurt/Main, DE; Bauherr: Rothenberg 4xS GmbH, Bad Homburg, DE; Ausführung: Helmut Lindt Malerfachbetrieb GmbH, Frankfurt/Main, DE.

System: Wärmedämm-Verbundsystem StoTherm Vario.

Oberfläche: StoDeco Panel - massive plastische Fassadenelemente aus Verollith® mit individueller Fräsung, dreifach beschichtet

  • Digitale Fassadengestaltung mit dem mineralischen Leichtwerkstoff Verolith®

    Video zur digitalen Prozesskette

    Dass die Linien in der Fassade an eine Handschrift erinnern ist kein Zufall, sondern eine Erinnerung an den historischen „Darmstädter Zitterstrich“. Der verlieh früher den von Hand gezeichneten Bauplänen einen Duktus zwischen Unbestimmtheit und Exaktheit.

    Ein eigens entwickelter Algorithmus lässt die gefrästen Linien in einem zufälligen Modus zittern. Holger Michel testete zusammen mit der Franken/Architekten GmbH zunächst an einer Probepanele, ob der gewünschte Effekt per CNC-Technik als V-Nut machbar sei. „Dann waren wir alle davon überzeugt, dass mit den StoDeco Panel-Platten aus dem mineralischen Leichtwerkstoff Verolith® das exakte Fräsergebnis entsteht, das gewünscht war.“

    Oberhalb ihres Natursteinsockels besteht die Fassade aus 144 Platten. Diese wurden bei der Verotec GmbH, einer Tochterfirma von Sto, exakt nach den Plänen der Architekten gefräst, nummeriert, nach Frankfurt geliefert und dann genau nach Plan verlegt.

  • Projektdetails zum Toleranzausgleich - Detailzeichnungen zum Download

    Detaillösungen beim Nachverdichtungsprojekt
    Detailplanung zum Toleranzausgleich: Rund um die Fenster überdecken Faschen Fugen von bis zu 5 Zentimetern.

    Für die Fassade in der Kleinen Rittergasse wurden 144 Plattensegmente am Computer entworfen und vollflächig verklebt. Gemeinsam mit den Franken/Architekten entwickelte die Firma Sto Detaillösungen, die dafür sorgen, dass Rohbautoleranzen und thermische Längenänderungen ausgeglichen werden.

    • Scheibenwirkung über die Gebäudeecken geteilt:
      Durch die konstante Verklebung der 144 Plattensegmente ergibt sich eine Scheibenwirkung. Um Risse durch Temperaturveränderungen zu vermeiden, wurde an den Gebäudekanten ein Dehnfugenband eingefügt und elastisch verfugt.

    • Feldbegrenzungsfugen optisch integriert:
      Um das Gesamtbild der Fassade so wenig wie möglich zu stören, wurden Feldbegrenzungsfugen erst im Nachgang eingeschnitten. Der Zitterstrich bot eine ideale Möglichkeit, die Schnitte zu integrieren und farblich so anzupassen, dass die Schnitte nicht zu sehen sind.

    • Toleranzausgleich um die Natursteinfenster:
      In die StoDeco-Elemente um die Fenster herum wurde ein Falz eingefräst, dieser auf der Baustelle zugerichtet und die Platten eingepasst. So konnte in einem späteren Arbeitsschritt eine Leiste eingeklebt werden, die Übergangsfugen von 4 bis 5 Zentimetern überdeckt.

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